Patricia Thoma

  • Brautkleid III Brautkleid IV
  • Brautkleid I Japanisches Müllkleid
  • Geisha Am Rande
  • 2013, ca. 200 cm, Mülltüten, Garn, Nerz, Pailletten
  • 2012, ca. 200 cm, Mülltüten, Garn
  • 2008, Japanische Plastikverpackungen, Garn, 120 cm
  • 2001, Bleistift, Öl auf Papier, 250 x 100 cm
  • 2006, Öl auf beschichteten Kunststoffplatten, 21 x 17 cm
Biografie

Sie kommt aus dem Markgräflerland, wo sie in Müllheim 1977 geboren wurde. Patricia Thoma studierte dann von 1996 bis 2001 an der Kunstakademie in Stuttgart, war 2000 Erasmus Fellow an der Abteilung für Art and Design an der Universität von Derby (England). 2003 verbrachte sie am Chelsea College of Art and Design, wo sie zur M.A. graduierte. Patricia Thoma war auch Lektorin am College of Art and Design in Bengbu, im Jahr 2006, und 2009 unterrichtete sie an der Anhui-Universität in Heifei (beide Orte in der Provinz Anhui, Ostchina).

Ihre Arbeit hat zwei Seiten: Eine ist die Illustration von Kinderbüchern (Beispiele auf der Website der Künstlerin), die andere zeigt ihre großen Zeichnungen und Gemälde menschlicher Figuren.

Andere Serien bestehen aus kleinen Skulpturen. Ihre Kleidung, die üppig und flamboyant aussieht, ist dennoch aus Plastiktüten gemacht – ein kritischer Kommentar zu Mode, Marken und dem Leben allgemein.

Ihre beinahe lebensgroßen Figuren, mit Bleistift und Wasserfarbe auf Transparentpapier gebracht, und die kleineren Arbeiten auf Hartfaserplatten oder Leinwand, zeigen Männer und Frauen jeglichen Alters. Da gibt es junge Frauen mit Schwertern und zerbrochenem Spielzeug, junge Männer mit ihren Hunden, Frauen in grober Kleidung und Halstüchern und unterschiedliche Zusammenstellungen von Paaren. Was die Figuren gemeinsam haben, irritiert den Betrachter: Unschmeichelhafte Posen und Kleider, manchmal ihre verwundeten und verwundbaren Körper.

 

Sie lehnt die Idee (oberflächlicher) Schönheit ab, arbeitet mit dem existenziellen Sein des menschlichen Körpers, auch als symbolischen Hinweis auf die conditio humana. Die Verletzlichkeit und Zerbrechlichkeit offengelegt, vergleicht sie, in ihren eigenen Worten, Menschen mit Nachtfaltern: „Nachtfalter sind Schmetterlinge der Nacht, sehr fragile Kreaturen, die schon durch den kleinsten Lufthauch aus dem Gleichgewicht gebracht werden können. (...) Die Flügel des Nachtfalters sind hauchdünn und mit feinen Farbpigmenten bedeckt. Die Zeichnungen auf ihren Flügeln sind sehr empfindlich und können leicht beschädigt werden. Nachtfalter schwirren um eine grell erleuchtete Glühbirne und sind ständig in Gefahr ihre Flügel zu verbrennen. Wie die Nachtfalter so scheinen auch die menschlichen Figuren um eine imaginäre Glühbirne zu kreisen, sie wirken wie angeleuchtet, manchmal umrahmt von einer bedrohlich wirkenden Dunkelheit. Sie sind jeden Augenblick in Gefahr das Gleichgewicht zu verlieren und abzustürzen.“ (1)

(1) Siehe Eintrag zur Ausstellung von Patricia Thoma 2006 auf unserer Website

Galerieausstellungen

Paradiesäpfel, 04.09.2010 - 02.10.2010, Samuelis Baumgarte Galerie

STRAHL DICH AUS!, 05.12.2009 - 15.02.2010, Samuelis Baumgarte Galerie

Tag- und Nachtfalter, 12.05.2006 - 01.07.2006, Samuelis Baumgarte Galerie

Museumsausstellungen

Blutdiamanten, 03.12.2016 - 23.12.2016 und 03.01.2017 - 22.01.2017, Alte Feuerwache, Berlin

Schnittstelle, 29.05.2015 - 12.07.2015, Gmünder Kunstverein e.V., Schwäbisch Gmünd

Why not?, 29.04.2014 – 18.05.2014, Taipei Artist Village, Taiwan

WeldeKunstpreis Retrospektive, 11.04.2014 – 18.05.2014, Stadtgalerie Mannheim

Flowers, 02.05.2014 – 10.05.2014, Taipei Artist Village, Taiwan

Nuclear Art Talk, 19.04.2014 – 04.05.2014, One Year Gallery, Taipei, Taiwan

Wer ist die Stärkste? – Papierschnitte, 13.04.2013 – 31.12.2013, Goethe-Institut Taipei, Taiwan