Leni Riefenstahl

  • Maske, Color Dye Transfer Three Dancers, Color Dye Transfer
  • Der Diskuswerfer Der Turmspringer
  • Der Einsprung
  • Aluminium, 57 X 42 cm
  • 180 x 128 cm
  • 1936, Gelatin Silver Print / Büttenkarton, 50 x 40 cm
  • 1936, Gelatin Silver Print/ Büttenkarton, 28 x 22,5 cm
  • 1936, Gelatin Silver Print / Büttenkarton, 50 x 40 cm
Biografie

Leni Riefenstahl wurde 1902 in Berlin geboren. Sie studierte Malerei, begann aber ihre Karriere als Tänzerin. Durch den Film „Berg des Schicksals“ von Arnold Frank fasste sie Fuß im Filmgeschäft. Er schrieb auch das Drehbuch für „Der heilige Berg“, in dem sie ihre erste Rolle hatte. Riefenstahl verlegte sich aufs Regiefach, und ihr größter Erfolg wurde „Triumph des Willens“ über den Reichstag 1934 in Nürnberg. Der Film erhielt höchste Ehren und Auszeichnungen. Die Schlussszene dieses Films wurde am Ende des ersten „Star Wars“-Films wieder zum Leben erweckt. Die Qualitäten dieses Films sind immer gelobt worden. „Seine Effektivität liegt im Gebrauch modernster kinematographischer Techniken um die Prinzipien der ‚neuen Politik’ zu porträtieren. Experimentalfilm, Bewegung, Rhythmus, die zentrale Rolle der Montage und Simultanhandlung sind einige der für das Lob herausgehobenen Elemente.“ (1)

Leni Riefenstahl reiste und filmte auch in Afrika, und ihre Fotografien der Menschen des Nuba-Stammes (Sudan) sind berühmt geworden, ebenso wie ihre Unterwasserfotos (Rotes Meer, 70er Jahre). Sie starb, eine lebende Legende, 2003 am Starnberger See.

Die Fotos aus Afrika sind moderne Klassiker geworden, genau so wie die Unterwasserbilder. Besonders die Nuba-Fotos werden geschätzt als Bilder, die auf mitfühlende Weise den Stolz und die Schönheit der Menschen einfangen und ihre Botschaft durch überzeugend komponierte und ausgewählte Fotografie aussenden.

1935 trug man ihr an, einen Dokumentarfilm über die Spiele der XI. Olympiade zu produzieren, die 1936 in Berlin stattfanden. Die beiden Teile wurden 1938 im UFA-Palast am Zoo in Berlin uraufgeführt. Der Film gewann international höchste Anerkennung und man wählte ihn 1956 zu einem der zehn besten Filme der Welt.

Kritiker haben gesagt, dass ihre frühen Arbeiten faschistische Obertöne hätten. Wenn man die Ästhetik ihrer Bildsprache untersucht, erweist sich das als falsch. Der Vergleich mit anderen Fotos und Filmen dieser Zeit zeigt nämlich, dass sie sich mit den neoklassizistischen, heroischen ästhetischen Idealen ihrer Zeit vollkommen im Einklang befand. Nur: Sie arbeitete diese klarer heraus und formulierte sie überzeugender.

(1) Siehe news.bbc.co.uk/2/hi/entertainment/3097018.stm

 

 

Galerieausstellungen

Leni Riefenstahl - Leben und Werk, 02.07.2005 - 31.10.2005, Samuelis Baumgarte Galerie 

Zeitschnitt, 14.01.2006 - 14.03.2006, Samuelis Baumgarte Galerie

Museumsausstellungen

Le amazzoni della fotografia dalla collezione di Mario Trevisan, bis 14.07.2014, Museo Fortuny, Venedig

Leni Riefenstahl - Fotografie, Film, Dokumentation, 25.03.2012 - 24.06.2012, Historisches Museum Bielefeld