Spiridon Neven DuMont

  • Ohne Titel Das Tor
  • Ohne Titel Landschaft III
  • Ach, zwei Seelen in meiner Brust
  • 1994, Mischtechnik und Collage auf Leinwand, 150 x 200 cm
  • 1991, Mischtechnik und Collage auf Leinwand, 150 x 200 cm
  • 1993, Fotografie, 110 x 170 cm
  • 1993, Fotografie, Doppelbelichtung, 120 x 170 cm
  • 1992, Fotografie, Distorsion, 20 x 170 cm
Biografie

1967 geboren, starb Spiridon Neven DuMont schon 1995, im Alter von 28 Jahren. In der kurzen Zeit von nur vier Jahren schuf er ein eindrucksvolles, und eindrucksvoll umfangreiches, Werk aus Fotografie, Zeichnung und Malerei. Für Spiridon sieht die Welt wie Flickwerk aus, aber anders als in der Realität, wird bei ihm ein künstlerisches Ganzes daraus. Neue Sichtweisen von Raum und Zeit, Thema und Motiv, Annäherungen und Entfremdungen wechseln sich ab.

Grenzerfahrungen zwischen Leben und Tod, dem Realen und dem Vorgestellten, Vermittlung und Überschreitung regeln, mal dieser, mal jenes, die ästhetische Produktion.

Spiridon Neven DuMont stellt Bildräume, etwa architektonischer Art, oder räumlich interpretierte Landschaftsfotos, dynamisch entworfenen, nicht figurativen, abstrakten Bildräumen gegenüber. So schafft er, in seinen Zeichnungen und Collagen, einen neuen Raum zwischen diesen zwei Kunstformen, der auch durch diese selbst geschaffen wird. In seinen Malereien gibt es klare Codes zu sehen. Er weiß, wie er sich die Großartigkeit und den Variantenreichtum der Malerei zunutze machen kann, indem er starke Farben auf ganz spezifische Weise verwendet. Seine Werke müssen aber nichts Figuratives an sich haben. Sie können ganz abstrakt sein, abgetrennt von direkter Form; abbildende Repräsentation ist unnötig.

Er nimmt alle allgemeinen Eigenschaften, befreit von Zufall und Veränderung, von den Objekten und entwirft sie neu, macht aus ihnen noch allgemeingültigere Konstrukte, die mit neuen Bezügen versehen sind. Diese Abstraktion macht eine sonst unerreichbare Sehweise möglich.

Mehrfachbelichtungen ermöglichen es bei den Fotografien, bildliche Darstellungsweisen zu verunsichern, Spiegel spalten die Wirklichkeit auf in widerstreitende Bilder, der übliche, alltägliche, der abbildende Charakter der Fotografie wird sinnlos. Widerspruch ist Absicht, denn die Welt selbst in widersprüchlich. Auf allen Ebenen.

Spiridon geht diesen Dingen aber nicht mit Bierernst auf den Grund, nicht moralisierend oder belehrend. Man trifft vielmehr auf verantwortungsvolle Leichtigkeit und befreiende Ironie. Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.

Die Werke von Spiridon Neven DuMont wurden 1995 in einer Solo-Schau im Palastmuseum in St. Petersburg gezeigt, 2002 im Completo del Vittoriano in Rom und 2005 in der Kunsthalle Tübingen. 2008/2009 gab es auch eine Einzelausstellung in der Samuelis Baumgarte Galerie.

Galerieausstellungen

Spiridon Neven DuMont. Malerei, Fotografie, Zeichnung - Eine Retrospektive, 13.09.2008 - 31.12.2008, Samuelis Baumgarte Galerie

Museumsausstellungen

Die Arbeiten Spiridon Neven DuMonts wurden 1995 in Einzelausstellungen im Marble Palace Museum in St. Petersburg, Russland, 2002 in Completo del Vittoriano, Rom, Italien und 2005 in der Kunsthalle Tübingen gezeigt.