Rolf Kuhlmann

  • Addio Abfahrt
  • Orientbild II (Modenschau) Der Esel
  • Sei gegrüßt
  • 2012, Mischtechnik auf Leinwand, 188,5 x 266,5 cm
  • 2009, Mischtechnik auf Leinwand, 200 x 280 cm
  • 2011, Mischtechnik auf Leinwand, 120 x 180 cm
  • 2009, Mischtechnik auf Leinwand, 160 x 240 cm
  • 2005-2006, Mischtechnik auf Leinwand, 120 x 160 cm
Biografie

Geboren 1963 zu Köln, studierte Rolf Kuhlmann an der Kunstakademie in Karlsruhe. 1990 schloss er mit dem Meisterschüler bei Gerd van Dülmen ab. Seine Bilder pflegen eine altmeisterliche Malweise und einen barocken Stil in der Komposition, um den Betrachter in die Bilderwelt zu locken. Die Gemälde aktivieren ein breites Spektrum von Assoziationen, von Alltagserfahrungen bis zum reichen Vorrat der Kunstgeschichte. Wenn er ein galoppierendes Pferd malt, das einen toten Schwan im Maul trägt, im Hintergrund der friedvollen Landschaft ein Auto, sieht der Betrachter sich einem Fantasiethema gegenüber, einem in de Chirico-Manier beunruhigendem. Es gibt da eine Art brüllender Stille, wie in Bildern von Manet oder Giorgione. Derlei ästhetische Spannungen gehören zu Kuhlmanns Markenzeichen.

Oft nimmt er klassische Themen auf und verwandelt sie in etwas Zeitgenössisches, wobei er der Farbe eine Behandlung angedeihen lässt, die eine bestimmte Menge an jugendlicher Rauheit enthält, um einen Übergang ins Idyllische zu vermeiden und eine klare Distanz zum fotografischen Naturalismus (oder Fotografismus) einzuhalten. Oft nimmt er große bis monumentale Formate, denn er benutzt Größe auch als ästhetische Kategorie, als Ausdrucksmöglichkeit für etwas, das auf andere Weise nicht zur Sprache gebracht werden kann.

Kuhlmanns Bilder sind aber auch durch eine gewisse Mehrdeutigkeit gekennzeichnet. Stammen die Personen an einem Schwimmbecken aus Manets „Déjeuner sur l’herbe“? Oder doch nicht? Und: Woher dann? Es gibt viele mögliche Gedankenverbindungen. Das ist wie die Wittgenstein’sche Leiter, mit Hilfe derer man hochsteigt auf die Ebenen der Metaphorik, um sie zu erforschen. Kuhlmanns Kunst hat auch einen quantenphysikalischen Aspekt, da die Bilder sich zur gleichen Zeit in verschiedenen Zuständen befinden.(1) Siehe Gerhard Charles Rump: Stiller Donnerhall. Klassische Motive, modern umgesetzt: Der Kölner Künstler Rolf Kuhlmann und seine fantastische Bilderwelt, in: Die Welt, 05.01.2008

Galerieausstellungen

Alltagsallegorien, 05.02.2011 - 12.03.2011, Samuelis Baumgarte Galerie

Ein Hauch von Eden, 27.11.2010 - 31.01.2011, Samuelis Baumgarte Galerie

Rolf Kuhlmann, 29.08.2009 - 03.10.2009, Samuelis Baumgarte Galerie

Rolf Kuhlmann, 17.11.2007 - 01.03.2008, Samuelis Baumgarte Galerie

nature: attitude, 08.03.2008 - 31.05.2008, Samuelis Baumgarte Galerie

Museumsausstellungen

Rolf Kuhlmann, 21.09.2013 - 03.11.2013, Abbazia Santa Maria in Sesto al Reghena, Italien