Zeitschnitt

14. Januar 2006 – 14. März 2006

Information

Malerei, Fotografie, Skulptur und interaktive MedienDie Samuelis Baumgarte Galerie, Niederwall 10, Bielefeld, präsentiert vom 14. Januar bis zum 04. März 2006 in der großen Ausstellung "Zeitschnitt" Malerei, Fotografie, Skulptur und interaktive Medien. Zu sehen sind Arbeiten von bedeutenden Gegenwartskünstlern, u.a. von Gerhard Richter, Louise Bourgeois, Sam Francis, Heinz Mack, Gotthard Graubner sowie von Axel Hütte, Beat Streuli bis hin zu Leni Riefenstahl.Die Ausstellung umfasst insgesamt über 40 Arbeiten von 25 Künstlern. Die 1911 in Paris geborene New Yorkerin Louise Bourgeois gehört zu den international bedeutendsten zeitgenössischen Künstlerinnen. Ihr Werk ist stark von Ihrer Biografie geprägt. In ihm reflektiert sie auf vielfältige Weise Erfahrungen und Verletzungen. Seit mehreren Jahren steht sie weit oben im Capital-Kunstkompass, der alljährlich die "100 Besten" Künstler ermittelt. Den ersten Platz belegt auch dieses Jahr wieder Gerhard Richter. Er zählt seit Jahren zu den begehrtesten Künstlern weltweit. Hervorzuheben sind auch die Werke von Heinz Mack. Der renommierte deutsche Künstler experimentiert seit der Zeit der von ihm mitbegründeten Gruppe "Zero" mit Licht und Farbe. Gotthard Graubner, bedeutendster deutscher Farbfeldkünstler, ist der Erfinder der sogenannten "Kissen"- und "Polsterbilder".Neben Malerei bilden Fotoarbeiten einen Schwerpunkt der ausgestellten Werke. Der Schweizer Fotokünstler Beat Streuli zeigt auf seinen Bildern Momentaufnahmen von Menschen auf den Straßen der Metropolen. Axel Hütte hingegen präsentiert auf seinen großformatigen Aufnahmen Impressionen des Urwaldes. Architektur wird von Gudrun Kemsa abgebildet, allerdings handelt es sich hier um "bewegte Bilder", die das Phänomen der Beschleunigung thematisieren. Des weiteren werden ein Fotozyklus der bekannten belgischen Künstlerin Marie-Jo Lafontaine zu dem Thema Natur und schöner Schein und Arbeiten von Leni Riefenstahl aus dem Nuba-Zyklus gezeigt. Der Amerikaner Larry Sultan steht eher für einen dokumentarischen Fotografiestil. Er setzt sich intensiv mit Konzepten von Wahrheit, Fantasie und Artefakten auseinander.

In der Ausstellung sind weitere wichtige Künstler vertreten, wie der bekannte Medienkünstler Stefan Hoderlein, der die Technik des "Sampeling" aus der Techno-Musik gekonnt in seiner Kunst umsetzt, der Kölner Künstler Peter Zimmermann, dessen farbenfrohe, am Computer entstandenen Bilder an die informelle Malerei erinnern, und auch Stephan Balkenhol, der zu den bedeutendsten zeitgenössischen deutschen Bildhauern gehört und gern anonyme Individuen porträtiert. Ebenso müssen der bekannte minimalistisch arbeitende Imi Knoebel, der mit einem farbigen Aluminiumrelief vertreten ist, und die Malerin Heike Ruschmeyer erwähnt werden. Ruschmeyer zeigt in ihren Bildern die moralische Welt zwischen Leben und Tod. Der zu den Fotorealisten zählende Stephan Kaluza bannt seine geheimnisvolle Bilderwelt gerne hinter Plexiglas und erzielt dadurch eine verfremdende Wirkung. Jürgen Gromoll hingegen fasziniert mit einem surrealen, biblisch anmutenden, auf den Kopf gestellten Weltbild. Zu sehen sind auch der Dresdner Szene-Künstler Grauberg, ein Vertreter der neuen ostdeutschen Figürlichkeit, die Malerin Helene Grossmann und Andreas Schulze. Die Medienkünstlerin Kirsten Geisler zeigt eine interaktive Arbeit aus ihrer Werkreihe "virtual beauty". Ebenso vertreten sind der Spanier Amador, der seine Themen zwischen Natur und Schöpfung findet, und die bedeutende Schweizer Konkrete Marguerite Hersberger.

Zu den Künstlern: Amador Kirsten Geisler Sam Francis Marguerite Hersberger Stephan Kaluza Gudrun Kemsa Marie-Jo Lafontaine Heinz Mack Gerhard Richter Leni Riefenstahl