Heinz Mack

Malerei und Skulptur

11. März 2006 – 04. April 2006

Information

Die Samuelis Baumgarte Galerie präsentiert vom 11.03.2006 - 04.04.2006 anlässlich des 75. Geburtstages eine Retrospektive von Heinz Mack. Gezeigt werden Malerei und Skulptur. Die Vernissage findet am 11.03.2006 um 17:00 Uhr in Anwesenheit des Künstlers statt. Zur Eröffnung liest der renommierte deutsche Schauspieler Hanns Zischler aus der Lyrik von Heinz Mack.Heinz Mack, 1931 in Hessen geboren, gehört zu den bedeutendsten deutschen Künstlern der Nachkriegszeit. Sein Werk umfasst Malerei, Grafik, Skulpturen für den Innen- und Außenbereich und Installationen in den unterschiedlichsten Materialien und Formaten. Der zentrale Aspekt seines Gesamtwerks ist das Licht und die Aufhebung der Materie durch dieses Medium. Dabei untersucht Heinz Mack konsequent jegliche Erscheinungsform und Eigenschaft des Lichts: seine Spiegelung, Brechung, Reflektion und Zerlegung in die Spektralfarben.Der Name von Heinz Mack ist seit der Gründung (1957-1961) der avantgardistischen Künstlergruppe "ZERO" untrennbar mit dieser verbunden. Anstatt "klassische Kompositionen" zu schaffen, forderte die Gruppe um Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker mit ihren mitunter provozierenden Arbeiten den Betrachter zu einer neuen Rezeption heraus: Licht, Bewegung, Raum, Zeit, Dynamik, Vibration und serielle Strukturen traten in den Vordergrund. In der Zero-Zeit malte Heinz Mack, wie er damals meinte, sein letztes Bild und wurde zum Bildhauer lichtstrahlender Objekte. Für die documenta 3 in Kassel schufen die Künstler 1964 den "Licht-Raum", der sich heute im Kunstmuseum in Düsseldorf befindet. Neben den "Rotoren" bildeten die "Lichtreliefs" eine weitere selbstständige Werkgruppe, die v.a. während der 1970er Jahre - nach Auflösung der ZERO-Bewegung entstand.In den 1980er Jahre erhielt Mack zahlreiche Aufträge zur Gestaltung des öffentlichen Raums. So stellte er 1981 den "Jürgen-Ponto-Platz" in Frankfurt fertig, 1984 wurde die "Columna pro caelo" vor dem Kölner Dom errichtet, 1989 konzipierte Mack den Platz der Deutschen Einheit in Düsseldorf.Inspiriert durch die Sonnenfarben seines Ateliers auf Ibiza widmet sich Mack seit 1991 wieder intensiv der Malerei und nennt seine Werke "Chromatische Konstellationen".Heinz Mack über seine Malerei:"Vom Ende der ZERO-Zeit bis heute habe ich immer wieder jene Farben in ihrer Reinheit bevorzugt, die im Lichtspektrum erscheinen, als Sequenz, als harmonische Folge, als Struktur, als ein in sich stimmiges Kontinuum des Farblichts.

Unter Kontinuum verstehe ich, dass eine jede Lichtfarbe der unmittelbar vorausgegangenen Farbe folgt, um gleichzeitig und sich verwandelnd, also chromatisch, in die nächste reine Lichtfarbe überzugehen. Obwohl wir Menschen viele hundert Nuancen der Farben unterscheiden können, ist es das Wesen der Chromatik, dass die Farben "unmerklich", also nuancenreich ineinander übergehen, ohne dabei eine weitere wesentliche Eigenschaft hierbei zu verlieren, nämlich von Stufe zu Stufe ganz deutlich Farbkontraste zu zeigen."

Zum Künstler: Heinz Mack